Jeder kann Klimaschutz.

Auch wir können viel bewirken. Mit den Entscheidungen, die wir täglich treffen.

Australien, die USA, Russland und Deutschland sind die Länder mit den höchsten Treibhausgas-Emissionen pro Kopf. Eine Person in Deutschland verursacht durchschnittlich 11,6 to. CO2e im Jahr. Nachhaltig wäre weniger als 1 Tonne [Quelle: Umweltbundesamt].

Dafür brauchen wir vor allem wirksame Politik und eine nachhaltige Wirtschaft. > Siehe: Wie kann ich aktiv werden?

Aber wir haben mit unseren persönlichen Entscheidungen auch einen enormen Einfluss. Spart jeder Deutsche im Durchschnitt nur eine Tonne CO2 pro Jahr ein, sinkt der gesamte Ausstoß schon um 10%.
Dazu müssen wir nicht von Brot und Wasser leben.

Aber was bringt am meisten?

Es gibt viele Broschüren und Websites, in denen wertvolle Tipps für ein nachhaltiges Leben gegeben werden. Die größten Faktoren, die wir selbst beeinflussen können, liegen allerdings im Bereich Strom, Heizung, Fliegen und Auto fahren, beim Konsum tierischer Produkte, beim Bauen und bei der Geldanlage.

  • Guter Ökostrom z.B. von Naturstrom, Greenpeace, Lichtblick, Polarstern, EWS... Das macht schon 2 to. jährlich aus.
  • Nachhaltige Bank, Geldanlage und Altersvorsorge z.B. bei GLS Bank, Triodos Bank, Umweltbank, Ethikbank – damit finanziert unser Geld z.B. Solaranlagen statt Kohlekraftwerke und Gaspipelines.
  • Seltener fliegen! Auf atmosfair.de kann man die Emissionen von Flügen berechnen: Nach New York und zurück 3,5 to. Nach London und zurück 400kg. Pro Person, wohlgemerkt.
  • Elektroauto! Mit Ökostrom spart man über 90% CO2 ein, bei 20.000 km jährlich sind das 4 bis 6 to. Auch die Batterien sind nicht mehr das Problem – hier kann man meinen Kompaktratgeber E-Autos herunterladen.
  • Heizung modernisieren: Mit KfW-Förderung Öl oder Gas raus, Wärmepumpe + Ökostrom + gute Dämmung rein. Bis zu 4 to. CO2 jährlich bei einem Einfamilienhaus einsparen: Enorm!
  • Solarzellen auf jedes Dach! Diesen Trick mag RWE gar nicht: Energie und Kohleausstieg in Bürgerhand. E-Auto mit Sonne laden und viel Geld sparen, sogar mit KfW-Förderung. Rund 4 to. CO2-Ersparnis auf einem Einfamilienhaus möglich.
  • Weniger tierische Produkte: Die größten Klimakiller sind Rindfleisch und Milchprodukte wie Milch, Butter und Käse (v.a. wg. Methan), sowie Schweinefleisch (Soja als Futtermittel vernichtet den Regenwald).


Weitere Möglichkeiten:

  • Heizung und Warmwasser sparen: 20° + Pulli statt 22 Grad + Shirt. Duschen statt Baden, dabei Wasser nicht weiterlaufen lassen.
  • Auto öfter stehen lassen: Rad, Bus, Bahn, Fahrgemeinschaften, Homeoffice, alles hilft – erst recht, solange man noch nicht elektrisch fährt.
  • Gebraucht kaufen, länger nutzen, reparieren, weitergeben statt neu kaufen & wegwerfen!
  • Nachhaltig bauen und sanieren Tipps z.B. auf Wir-Leben-Nachhaltig – denn v.a. Beton ist ein enormer Klimakiller.
  • Restliche CO2-Emissionen kompensieren z.B. bei atmosfair.de

Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern. (Stefan Zweig)

Persönlichen CO2-Fußabdruck berechnen

Hier kann man den eigenen CO2-Fußabdruck berechnen und erhält Tipps, wo Einsparpotenziale liegen. Leider haben die Rechner teilweise auch ihre Schwächen, z.B. wird nicht immer berücksichtigt, ob man Elektroauto fährt oder Ökostrom nutzt.

Eine moderne Heizung, möglichst mit nachhaltiger Energie, und eine gute Wärmedämmung sind extrem wichtig, was nur wenigen bewusst ist. Weniger fliegen und ein Umstieg von Verbrennungsmotor auf E-Auto bzw. auf Bus und Bahn bringen ebenfalls sehr viel. Der Verzicht auf Plastik und eine regionale und saisonale Ernährung dienen zwar dem Umweltschutz, der Beitrag für das Klima ist jedoch im Vergleich eher gering.

Tipps zu CO2-Fußabdruck und Nachhaltigkeit gibt es auch auf